Kommunikation im Dorf

Wenn man über Digitalisierung, Beteiligung oder neue Angebote spricht, landet man früher oder später bei einer zentralen Frage:

Wie erreichen Informationen eigentlich die Menschen im Dorf?

Bevor wir über neue Kanäle, Werkzeuge oder Lösungen nachdenken, haben wir deshalb zunächst einen Schritt zurück gemacht und uns angeschaut, wie Kommunikation in Ihmert heute konkret funktioniert.

Viele Wege, viele Adressaten

Das Ergebnis dieser Bestandsaufnahme ist klar:

Es gibt nicht den einen Kommunikationsweg, sondern eine ganze Reihe unterschiedlicher Kanäle – digital wie analog.

Dazu gehören unter anderem:

  • eine WhatsApp-Gruppe für Mitglieder von Wir in Ihmert,
  • ein vereinsinterner Mailverteiler,
  • die Stadtteilzeitung Der Ihmerter,
  • Schaukästen und Aushänge im Dorf,
  • Informationen im und am Bürgertreff,
  • Postwurfsendungen,
  • Berichte in der Tagespresse,
  • soziale Netzwerke wie Facebook,
  • persönliche Weitergabe über Vorstände, Dorfvertreter oder private Kontakte.

Jeder dieser Wege hat seine eigene Logik, Reichweite und Zielgruppe. Manche erreichen viele Menschen, andere sehr gezielt. Manche funktionieren zuverlässig, andere nur, wenn man zufällig hinschaut oder gerade zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist.

Digital und analog – kein Entweder-oder

Auffällig ist:

Auch wenn digitale Kanäle eine immer größere Rolle spielen, läuft ein erheblicher Teil der Dorfkommunikation weiterhin analog.

Zeitungen, Aushänge, persönliche Ansprache oder Postsendungen erreichen Menschen, die digitale Angebote nicht oder nur eingeschränkt nutzen. Umgekehrt ermöglichen digitale Kanäle schnelle, aktuelle und flexible Kommunikation – allerdings oft nur für diejenigen, die dort aktiv sind.

Beides existiert nebeneinander. Und beides hat seine Berechtigung.

Wer sendet – und wer kommt an?

Ein weiterer Punkt, der uns beschäftigt:

Viele Informationen werden mit großem Engagement erstellt und verteilt. Trotzdem kommt nicht alles überall an.

Das kann unterschiedliche Gründe haben:

  • Informationen verteilen sich auf viele Kanäle.
  • Nicht jeder nutzt alle Wege.
  • Zuständigkeiten sind nicht immer klar.
  • Manches wird mehrfach kommuniziert, anderes gar nicht.

Dabei geht es ausdrücklich nicht um Kritik an bestehenden Strukturen, sondern um Verständnis: Nur wenn wir wissen, wie Kommunikation tatsächlich genutzt wird, können wir sie sinnvoll weiterentwickeln.

Unser Ziel: verstehen, nicht sofort verändern

Im Moment geht es uns deshalb nicht darum, neue Kanäle zu eröffnen oder bestehende abzuschaffen.

Unser erster Schritt ist bewusst: zuhören, sammeln, einordnen.

Wir möchten besser verstehen:

  • Welche Informationen sind euch wichtig?
  • Wo erfahrt ihr aktuell, was im Dorf passiert?
  • Welche Wege funktionieren für euch gut?
  • Wo gehen Informationen verloren?

Eure Sicht ist gefragt

Kommunikation im Dorf funktioniert nur gemeinsam. Deshalb interessiert uns eure Perspektive:

Wie erreicht euch, was in Ihmert passiert?

Über WhatsApp, Zeitung, Aushang, persönliche Gespräche, soziale Netzwerke oder ganz anders?

Rückmeldungen, Beobachtungen und Erfahrungen helfen uns dabei, ein realistisches Bild zu bekommen – als Grundlage für alles Weitere, was im Rahmen von ihmert.digital entstehen soll.

Welche der folgenden Informationsquellen nutzt du – und reicht dir das? (Mehrfachauswahl möglich)


Kommentare

7 Kommentare zu „Kommunikation im Dorf“

  1. Avatar von Andrea Lipproß
    Andrea Lipproß

    Hallo nach Ihmert,
    als direkte Nachbarn haben wir als Dorfgemeinschaft Frönsberg auch einige Angebote, die vielleicht für Ihmerter Bürgerinnen und Bürger interessant sein könnten. So gibt es im Dorfgemeinschaftshaus Ispei am 3. Sonntag des Monats einen evangelischen Gottesdienst um 9:30 Uhr mit anschließendem Gemeindefrühstück und der SGV Frönsberg hat neben seinem Wanderangebot auch einen monatlichen SGV-Klön und montags eine Tischtennis-Gruppe.
    Bei Interesse gerne melden.
    Liebe Grüße aus Ispei.

    1. Avatar von Alex
      Alex

      Hallo nach Frönsberg
      vielen Dank für die Infos und den Einblick in eure Angebote – schön zu sehen, wie aktiv ihr seid!

      Spannend wäre in diesem Zusammenhang tatsächlich:
      Wie organisiert ihr eure Kommunikation vor Ort?

      Über welche Kanäle erreicht ihr eure Bürgerinnen und Bürger am zuverlässigsten?
      Und habt ihr das Gefühl, wirklich alle in der Ortschaft zu erreichen – oder gibt es auch bei euch Menschen, die eher „durchrutschen“?

      Genau solche Erfahrungen – auch über Ihmert hinaus – sind für uns sehr interessant.

      Viele Grüße zurück nach Ispei

  2. Avatar von Claudia Hübenthal
    Claudia Hübenthal

    Nicht genannt wurde der WhatsApp-Status von Freunden und Bekannten. Darüber erhalte ich auch oft interessante Informationen. Die WhatsApp-Gruppe hingegen fand ich damals sehr anstrengend, da dort sehr viel Überflüssiges von einzelnen Gruppenmitgliedern gepostet wurde. Daher habe ich die Gruppe verlassen. Fühle mich aber ansonsten auch so gut informiert.

    1. Avatar von Alex
      Alex

      Das ist tatsächlich ein guter Hinweis! Vielen Dank!

  3. Avatar von A. Johag-Kocher
    A. Johag-Kocher

    Auch ich finde es störend, viele Doppelungen von Informationen zu erhalten. Vieles ist auch sehr persönlich bzw. überflüssig und würde in private Gruppen gehören, nicht aber in offizielle Chats.

  4. Avatar von Anette Gerard-Schulte
    Anette Gerard-Schulte

    Das Problem mit WhatsApp Gruppen kenne ich auch. Beim TSV gibt’s deshalb den WhatsApp Kanal, den jeder abonnieren kann. Dort werden nur Informationen verbreitet, die der Administrator postet. Keiner kann dort kommentieren oder selbst posten. Alles „offizielle “ erfährt man darüber. In den einzelnen Gruppen gibt es aber weiter die WhatsApp Gruppen.

  5. Avatar von Elke Becker
    Elke Becker

    Habe die Gruppe auf Facebook Ihmert aktuell vor Jahren erstellt und dadurch das alle Kommentare sofot gepostet werden können gibt es sehr viele Informationen sofort. Die Seite wird sehr oft genutzt.
    Ansonsten bin ich mit vielen Ihmertern per WhatsApp verbunden. Aber das wichtigste ist die verbale Kommunikation wenn man durch Ihmert geht und mit den Leuten persönlich spricht.

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