Ihmert hat jetzt ein Digitales Schwarzes Brett

WIR IN IHMERT e.V. schafft zwei neue Informationspunkte für das Dorf – LEADER-Förderung ermöglicht moderne und vernetzte Dorfkommunikation

Was ist los in Ihmert? Welche Veranstaltungen stehen an? Was gibt es Neues aus den Vereinen und welche Projekte bewegen unser Dorf? Antworten auf diese Fragen gibt es ab sofort auch mitten im Ort: Mit zwei Digitalen Schwarzen Brettern hat WIR IN IHMERT e.V. einen weiteren Baustein für eine moderne und zeitgemäße Dorfkommunikation geschaffen.

Am Dorfladen in Ihmert wurde der bisherige klassische Schaukasten durch ein modernes digitales Informationssystem ersetzt. Ein zweiter Bildschirm im Bürgertreff Berkenhoff ergänzt das Angebot. Beide Standorte bilden künftig ein gemeinsames digitales Informationsnetz, das aktuelle Nachrichten, Veranstaltungshinweise und Informationen aus dem Dorf direkt zu den Menschen bringt.

„Unser bisheriger Schaukasten hat uns über viele Jahre gezeigt, dass ein zentraler Informationspunkt im Dorf funktioniert und von den Menschen wahrgenommen wird. Mit dem Digitalen Schwarzen Brett übertragen wir dieses bewährte Prinzip ins digitale Zeitalter“, erklärt Alexander Tüshaus, Vorsitzender von WIR IN IHMERT e.V.

Informationen dort, wo die Menschen unterwegs sind

Herzstück des Projektes ist ein 55 Zoll großes, hochauflösendes Outdoor-Display am Dorfladen. Der speziell für den dauerhaften Außeneinsatz entwickelte Bildschirm ist gegen Vandalismus geschützt, hält unterschiedlichsten Witterungsbedingungen stand und bietet eine besonders hohe Helligkeit. So bleiben die dargestellten Inhalte auch bei Tageslicht gut lesbar.

Der eigentliche Fortschritt liegt allerdings nicht allein in der Technik. Während Plakate und Aushänge bislang ausgedruckt, zum Schaukasten gebracht und dort regelmäßig ausgetauscht werden mussten, lassen sich die Inhalte nun bequem online und aus der Ferne aktualisieren. Neue Veranstaltungshinweise, kurzfristige Terminänderungen oder wichtige Mitteilungen können damit wesentlich schneller veröffentlicht werden.

Auch bei der Darstellung eröffnen sich neue Möglichkeiten. Statt einer begrenzten Zahl ausgedruckter Plakate präsentiert das System die Informationen in einem wechselnden, übersichtlich gestalteten Programm. Veranstaltungshinweise, Nachrichten aus dem Dorf, Vereinsaktivitäten und aktuelle Projekte erhalten so eine gemeinsame Plattform. Bilder, kurze Texte und QR-Codes machen auf interessante Themen aufmerksam und ermöglichen bei Bedarf den direkten Zugriff auf weiterführende Informationen.

Einmal veröffentlicht – auf mehreren Kanälen sichtbar

Besonders interessant wird das Digitale Schwarze Brett durch die geplante Verknüpfung mit den bereits bestehenden digitalen Informationsangeboten im Dorf. Denn das Ziel ist nicht, einen weiteren Kanal zu schaffen, der ständig mit eigenen Inhalten gepflegt werden muss. Vielmehr sollen Informationen künftig möglichst dort erfasst werden, wo sie ohnehin entstehen, und anschließend automatisch auch auf den neuen Bildschirmen erscheinen.

Eine zentrale Rolle spielt dabei das Dorfportal ihmert.com. Dort werden bereits heute Veranstaltungen und Termine aus dem Dorf gesammelt und veröffentlicht. Künftig sollen diese Informationen automatisiert auch auf den Digitalen Schwarzen Brettern dargestellt werden. Wird beispielsweise ein neues Dorffest, ein Konzert oder eine Vereinsveranstaltung im Dorfkalender eingetragen, kann der Termin ohne zusätzliche manuelle Pflege auch auf den Bildschirmen erscheinen. Änderungen an Veranstaltungen sollen auf demselben Weg übernommen werden.

Ähnliches ist für die Nachrichten und Projektmitteilungen von WIR IN IHMERT e.V. vorgesehen. Beiträge von der Vereinswebseite sollen ebenfalls automatisch in das Informationsprogramm einfließen können. So werden beispielsweise Berichte über abgeschlossene Projekte, Hinweise auf neue Aktionen oder Aufrufe zur Mithilfe nicht nur im Internet veröffentlicht, sondern auch direkt im Dorf sichtbar.

Damit entsteht Schritt für Schritt eine gemeinsame Informationsstruktur, in der die verschiedenen Kommunikationswege sinnvoll miteinander verbunden werden. Das spart nicht nur Zeit und vermeidet doppelte Arbeit, sondern sorgt vor allem dafür, dass Informationen auf den unterschiedlichen Kanälen möglichst einheitlich und aktuell bleiben.

„Wir wollen Informationen nicht an fünf verschiedenen Stellen einzeln pflegen müssen“, erklärt Tüshaus. „Wenn eine Veranstaltung bereits auf unserem Dorfportal steht oder wir über ein neues Projekt auf unserer Vereinswebseite berichten, dann sollen diese Informationen möglichst automatisch auch auf den Bildschirmen erscheinen. Genau darin liegt für uns einer der größten Vorteile des Systems.“

Die technischen Möglichkeiten dafür sind mit der neuen Infrastruktur geschaffen. Die automatisierte Einbindung der verschiedenen Informationsquellen soll schrittweise ausgebaut werden. Bis dahin können die Bildschirme selbstverständlich auch manuell mit aktuellen Inhalten versorgt werden.

Digital informieren – ohne jemanden auszuschließen

Bei aller Begeisterung für die neuen technischen Möglichkeiten verfolgt der Verein ein ganz bewusstes Ziel: Die Informationen sollen möglichst viele Menschen erreichen, unabhängig davon, welche digitalen Angebote sie selbst nutzen.

„Uns geht es ausdrücklich nicht darum, Informationen nur noch digital anzubieten“, betont Tüshaus. „Wir wollen einen zusätzlichen, möglichst niedrigschwelligen Informationskanal schaffen. Nicht jeder nutzt Facebook, Instagram oder unsere Internetseiten. Mit dem Digitalen Schwarzen Brett erreichen wir die Menschen auch ganz nebenbei – beim Einkaufen, auf dem Weg durch den Ort oder beim Besuch des Bürgertreffs.“

Ergänzt wird das Outdoor-System durch einen 43 Zoll großen Bildschirm im Bürgertreff Berkenhoff. Beide Displays werden zentral verwaltet und können sowohl mit gemeinsamen als auch mit standortspezifischen Inhalten versorgt werden. Damit stehen gleich zwei zentrale Anlaufpunkte zur Verfügung, an denen sich Bürgerinnen und Bürger unkompliziert über das Dorfgeschehen informieren können.

Gemeinsam möglich gemacht

Die Anschaffung und Installation der beiden Digitalen Schwarzen Bretter stellt für den Bürgerverein eine bedeutende Investition in die Zukunft der Dorfkommunikation dar. Möglich wurde die Umsetzung durch eine Förderung im Rahmen der LEADER-Kleinprojekte. Den verbleibenden Eigenanteil übernimmt WIR IN IHMERT e.V. aus eigenen Mitteln.

Dass aus der ursprünglichen Idee schließlich ein fertiges Projekt werden konnte, ist auch der Unterstützung verschiedener Partner zu verdanken.

Ein besonderer Dank gilt Sabrina und Lars Kröll vom Ihmerter Dorfladen, die den Standort für das neue Outdoor-Display zur Verfügung gestellt und das Vorhaben von Beginn an unterstützt haben. Gerade die zentrale Lage des Dorfladens macht diesen Platz zu einem idealen Standort: Hier kommen täglich Menschen zusammen, erledigen ihre Einkäufe oder begegnen sich auf dem Weg durch den Ort.

Ebenso bedankt sich der Verein bei Elektrotechniker Michael Bussler aus Altena, der den fachgerechten elektrischen Anschluss des Outdoor-Displays übernommen hat.

Ein weiterer Dank geht an die Stadt Hemer für die schnelle, unkomplizierte und konstruktive Bearbeitung der erforderlichen Genehmigung. Die gute Zusammenarbeit hat wesentlich dazu beigetragen, das Projekt zügig umsetzen zu können.

Ein weiterer Schritt für ein gut informiertes Dorf

Für WIR IN IHMERT e.V. ist das Digitale Schwarze Brett weit mehr als eine technische Anschaffung. Es ergänzt die bestehenden Informationsangebote des Vereins und schafft eine zusätzliche Möglichkeit, das vielfältige Dorfleben sichtbar zu machen.

Dabei fügt sich das Projekt in die zunehmende digitale Vernetzung des Dorfes ein. Mit dem Dorfportal ihmert.com, der Vereinswebseite und den beiden neuen Informationsbildschirmen entstehen Angebote, die sich gegenseitig ergänzen und künftig immer enger miteinander verzahnt werden sollen. Die Informationen werden dort bereitgestellt, wo sie gebraucht werden – zu Hause am Computer, unterwegs auf dem Smartphone oder ganz unmittelbar mitten im Dorf.

„Ein Dorf lebt davon, dass Menschen wissen, was passiert und wo sie sich einbringen können. Wir haben in Ihmert unglaublich viele Veranstaltungen, Vereine, Initiativen und Projekte. Wenn es uns gelingt, diese Informationen noch sichtbarer und leichter zugänglich zu machen, stärkt das am Ende auch das Miteinander im Ort“, so Tüshaus.

Mit den beiden neuen Informationspunkten ist dafür ein weiterer Grundstein gelegt. Das System soll in den kommenden Monaten kontinuierlich weiterentwickelt und um zusätzliche Inhalte und Funktionen ergänzt werden. Dabei steht nicht die Technik im Vordergrund, sondern ein ganz einfaches Ziel: Die Menschen in Ihmert noch besser zu informieren und miteinander zu verbinden.


Dieses Projekt wird mit Mitteln des Bundes und des Landes Nordrhein-Westfalen aus der Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes (GAK) gefördert.


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